Mittwoch, 30. August 2006

Hund beißt Mann

Der ehemalige Pop-Beauftragte Siegmar Gabriel wird möglicherweise auch eine Rolle in unserem Cash-Film übernehmen. Der streitbare, aber stets gelassene Genosse könnte einen Plattenboss mimen und einen Satz haben: „Meine Haare sind auch nicht gefärbt, nein, sie sind noch nicht einmal getönt!“, begleitet von einem diabolischen Lachen, welches die freizügig bekleidete Playmobildame auf seinem Schoß verschreckt. Cash, in dieser Szene gespielt von einem schwarzen Rauhaardackel, beißt ihm daraufhin ins Bein.

Dienstag, 29. August 2006

Die Wahrheit über Johnny Cash

Boogie und ich haben beschlossen, den Johnny Cash Film noch mal neu zu drehen. Möglicherweise mit Playmobilfiguren, ich stehe aber auch in Kontakt mit renomierten Ikebana-Künstlern. Ein besonderer Schwerpunkt soll sein Verhältnis zu Tieren bilden, überdies muss noch geklärt werden, ob Johnny nicht -neben dem ein oder anderen guten Lied- auch für das unerträgliche Lächeln in deutschen Volksmusikshows verantwortlich ist. Die Volksmusikpolizei soll bereits Ermittlungen aufgenommen haben.

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Freitag, 25. August 2006

Ich und Johnny Cash

Gestern, an meinem Ehrentag, hatte meine Landstadt etwas für mich vorbereitet, im örtlichen Lichtspielhaus lief „Walk the Line“, der Johnny-Cash-Film, den ich im Frühjahr natürlich verpasst hatte. Ich fand das schön, viele andere offenbar auch, denn der Film war sehr ausverkauft.

Aber irgendwie wurde die Geschichte dann so erzählt, wie auch diese ZDF-Historiendramen über die Flut oder Dresden immer aufgebrochen werden, Frau steht zwischen zwei Männern oder hier eben Mann zwischen zwei Frauen. Und so wird es zu einem sehr bewegenden Liebesfilm, der Cash aber, der mich interessiert hätte bleibt so ziemlich absolut auf der Strecke. Als einsamer, bruderloser Wolf irrt er durch den Film, kommunizieren tut er eigentlich nur mit seinen Frauen. Für mich war das ein bischen wenig.

Reese Witherspoon machte es aber mehr als wett.

Donnerstag, 24. August 2006

The times are a ...

Endlich nicht mehr vierzig.

Mittwoch, 23. August 2006

It makes no Difference (oder: Früher war alles besser)

Früher, da musste man nett sein zu den anderen. Auf jeden Fall musste man nett sein zu seinem großen Bruder, wenn man mal die Last Waltz ausgeliehen haben wollte und Kratzer durfte man nicht rein machen und mit dem Staubtuch wischen bestimmt auch, danach und bekommen habe ich sie trotzdem nie. Und einmal hatte ich sie mir genommen und er kam früher nach Hause und da war was los, das sag ich euch aber.

Erinnert ihr noch die Kassetten, die man sich gegenseitig aufnahm? Radiomitschnitte? Oh, da war Musik aber noch so richtig was wert, ich sortierte meine Plattensammlung wahrscheinlich täglich neu. Heute lässt man Pappi DSL bezahlen und tippt mal eben was in DuRöhre rein und schon hat man alles, da soll der große Bruder doch mal das Maul halten. It makes no Difference ? Irgendwie doch.

Montag, 21. August 2006

You’re so weired

Im Oktober möchte Ryan Adams mal wieder nach Hamburg kommen. Ich erlebte ihn bereits einmal, er stand bahnhofskneipenhackevoll auf der Bühne und stammelte immerzu „You’re so weired“ und versäbelte ein Lied nach dem nächsten und es brauchte mehr als ein halbes Jahr, bis ich wieder eine Platte von ihm hörte.

Das aktuelle Konzert wird nun mit der kundenfreundlichen Information beworben, man möge Tickets vom Januar 2004 und Juli 2005 bitte vor dem Konzertbesuch tauschen. Diese beiden Konzerte fielen nämlich der Unpässlichkeit des Künstlers zum Opfer. Und wenn ich daran denke in welchem Zustand der junge Mann auf die Bühne geht, will ich eigentlich gar nicht wissen, was für ein Zustand erreicht sein muss, dass er nicht antritt. Naja, beim 2005er Konzert ist es klar, einige Tage zuvor ist er in Liverpool (?) von der Bühne gestürzt und brach sich etwas.

Also, wie gehabt gibt es bei Knappekulla Nutzwert für den Leser: Einfach mal abwarten, wie er die Konzerte die Tage vorher so spielt. Da gibt es im Netz ja immer einiges zu lesen. Und erst dann eine Karte kaufen. Und das mit dem Kartentausch hat ja auch noch Zeit, dass kann man bestimmt auch nächstes Jahr wieder erledigen. Da soll es ja eine gemeinsame Tour mit Pete Doherty geben.

Sonntag, 20. August 2006

Dafür heute Gurkencontent

Heute räumte ich den Kühlschrank auf, denn ab und an muss das sein und all die Dinge, die ich vor längerer Zeit mit großem Appetit kaufte und dann nach dem Einräumen in den Kühlschrank vergaß, durften nun spielen gehen, denn sie entwickelten ein nicht kühlschrankkompatibles Aroma, na ja, mancher meiner Leser wird so was kennen.

Ich entdeckte neben einigem Grünzeug eine Gurke und ich erinnerte mich an den Kauf, denn sie war teuer, die „Biowertkost“-Gurke. In den Korb gelegt wurde sie von meinem schlechten Gewissen, denn ich schaffe es nie auf den Markt, so wie Don Alphonso zum Beispiel.

Bio-Gurke im dreistelligen Cent-Bereich. Da lag sie nun eingeschweißt in Plastikfolie (was ja auch nur bedingt Bio ist) und der Inhalt war nun der Tat derart naturnah, dass ich sie in die Tonne warf, wo sie nun sicherlich sehr Gutes tut. Doch kurz vor unserem Abschied las ich auf der Verpackung noch das Herkunftsland. Die Gurke hatte den weiten Weg aus Bulgarien nicht gescheut. Das ist aus alliterativen Gründen o.k., aber ansonsten wohl eher neben der Spur. Bio-Gurke aus Bulgarien. Und ich Hornochse kaufe so was auch noch.

Samstag, 19. August 2006

Kein Pflaumencontent heute

Aus steuerlichen Gründen stelle ich mich gerade tot.

Mittwoch, 16. August 2006

Nun muss mal langsam Geld in die Schatulle .... oder: Als ich mal Elvis und drei Freunde verkaufte

„Elvis Presley lebt! Aber wo?“ titelt heute meine kleinformatige Boulevardpostille. Er wohnt aus alliterativen Gründen in einem Reihenhaus in Rellingen, habe ich das nicht schon oft genug gesagt? Niemand vermutet ihn da, er nennt sich mittlerweile Horst Raminkowsky und ist Vorsitzender des Rellinger Teckelvereins. Ich bin ab und ab bei ihm, aber, wenn ich es mal so sagen darf, er ist nicht gerade ein Garant für lustige Abende.

Dennoch fühle ich mich ihm freundschaftlich verbunden und die Nachricht aus der Welt des Boulevards stellt mich vor ein Loyalitätsproblem. In der weiten Welt des Netzes werden nämlich 3 Millionen Dollar geboten für den lebenden Elvis und das ist bestimmt keine PR-Aktion und die hätte ich schon gerne.

Sollte ich Horst nicht überreden können, werde ich Herrn Nap, Haarbüschel und Boogie für die deutsche Fußballnationalmannschaft abstellen, hierfür gibt es nämlich neuerdings pro Spieler (und hiermit seid ihr alle beim FC Knappekulla, Jungs) die runde Summe von 45328 Euro.

Dienstag, 15. August 2006

„Sehr viel gesundes Gemüse“

Nun hatte ich gerade bleischwere Lähmung und dann fiel mir doch noch was ein, das ich mal loswerden wollte. Die Kanzlerin, der Video-Blog und Lyssa. Ist ja wohl schon eine Menge gesagt dazu, aber das Interessanteste bleibt etwas außen vor: Niemand (außer Klein-Bloggersdorf) nimmt es wahr.

Die Kanzlerin hat selber einen Video-Blog. Der zeigt zum Beispiel ganz gut, wie es nicht geht. Als Beleg hierfür der nun wirklich wundervolle Beitrag zu „Sommerzeit ist Reisezeit“ , in der uns die Kanzlerin erklärt, dass die Bundesregierung nun die Staus wegmachen will, damit man schneller vom Rhein nach Rügen kommen kann. Klickt wer bei so was?

Schöner noch aber war der Besuch von Lyssa, die ich als Bloggerin sehr schätze. Sie wurde spontan mit der Kamera zur Regentin vorgelassen und drehte einen Beitrag auf KiKa-Niveau, den man sich eigentlich nicht zweimal anzuschauen braucht. Kein Problem damit.

Wenn da nicht diese eine kleine Passage wäre. Angela zeigt, leicht angeschlagen vom Vortagsbesuch der deutschen WM-Pleite gegen Italien, ihr Arbeitszimmer, ihren Blick aufs Parlament, ihren Kokoschka und ihr Telefon mit Kopfhörer und eingebautem Übersetzer. Und dann zeigt sie ihren Globus.

Es habe sich nämlich laut Merkel im Filmchen „herausgestellt, dass man doch über viele Länder etwas hat, mit denen wir politische Kontakte haben und dann stellt sich heraus, dass ich gar nicht ganz genau wusste, wo liegen die, wie groß sind die zum Beispiel“. So weit schon mal klasse gut. Es geht aber weiter: „Wir haben jetzt sehr viel über den Kongo gesprochen, weil da jetzt Wahlen sind und Soldaten von uns da sein werden“. Für solche Fälle hat die Templinerin dann ihren Globus, denn der Kongo ist sehr groß und wer weiß so was denn schon.

Ich erinnere, dass wir schon mal einen „First head of State“ (Lyssa über Merkel) hatten, einen der Schnauzbart streichend, ca. 1000 Jahre einen Globus im Amtszimmer hatte. Und natürlich weiß ich, dass sich Witze darüber verbieten, denn die hat Charlie Chaplin ja schon gemacht und verzeih’ mir Angela, immer wenn ich Dich nun im Fernsehen sehe, schaue ich, ob Dein Finger geschwollen ist, weil Du ihn im Globus eingeklemmt hast.

Einzig die FAZ hat als große überregionale Zeitung darüber berichtet, dem Globus widmet sie einen ironischen Satz. Boogie wettete schon vor drei Wochen, dass es auch so bleibt. Ich finde es dennoch ausgesprochen verwunderlich, denn man muss der Kanzlerin doch gar nicht besonders feindlich gesinnt sein um den Globus etwas wunderlich zu finden, oder? Ich finde zumindest, es wurden schon kleinere Säue über die Flure der Republik gejagt.

So ein Video-Blog habe den Vorteil, „sponatnious, low level“ zu sein, sagt Lyssa so schön treffend. Boogie und ich kamen nicht umhin, uns dem anzuschließen.

Nachtrag: Immer muss man erst schimpfen: Im aktuellen Stern ist nun eine Geschichte drin über das Bloggen der Angela.

Freitag, 11. August 2006

Take it Easy

Ach, es ist zum Mäusemelken. Nach ca. zehn gescheiterten Anläufen, etwas über Jackson Browne zu schreiben, habe ich eigentlich keine Lust mehr. Ich habe einfach zu viele Erinnerungen, die direkt mit seiner Musik verknüpft sind, die alle auf einmal durch meinen Kopf jagen und raus wollen und dann bleibt nichts als langweiliger Quark und das macht keinen Sinn.

Browne ist mit Sicherheit die am meisten prägende Figur meiner frühen musikalischen Sozialisation. Mein erstens „großes“ Konzert (übrigens am gleichen Ort): Browne. Dies Erlebnis hat wie nichts anderes in mir den Wunsch geweckt, auch da oben zu stehen. Mein erstes selbst geklimpertes Lied auf dem Klavier: „The Load Out“ von Browne. Eine meiner meistgespielten Platten: „Late for the Sky“ deren ersten vier Lieder mir durch so manche Misere geholfen haben.

Heute war Jackson Browne im Hamburger Stadtpark, zum stolzen Preis von 49 Öre fanden sich immerhin geschätzte 2000 Menschen ein. Zusammen mit Boogie gelang es mir, den Altersschnitt um einige Jahre zu senken. Browne kam mit David Lindley und einem Percussionisten und spielte akkustisch und wenn man wie ich, seine Platten der letzten 20 Jahre für Arschkrampen hält, ist das ein Wohltat und siehe da: Es klappte, selbst die neueren Sachen klangen nach Musik.

Höhepunkt des Abends war für mich eine „Rehab-Version“ (Browne) von „Cocaine“, die sozusagen von der anderen Seite des Ufers erzählte, sehr authentisch erzählt, Brownes Nase spricht da Bände. Schön das auf Publikumswunsch eingefügte „The Naked Ride Home“, das die Band nicht kannte (und zu dem Lindley dann eine wundervolle Gitarre beisteuerte, ich sags doch immer: Üben ist für die Katz). Und bei dem Browne sehr überzeugend den Text vergessen hatte, sich aber dadurch nicht davon abhalten lies, weiter zu spielen. Aus dem Publikum wurde ihm der Text gereicht (wer zu Teufel hat Texte in der Tasche???), wofür ihm dann wieder aus der Backstage die Lesebrille (sic!) gebracht wurde. Bei „Our Lady of the Well“ durfte der Gitarren Roadie mitspielen und all das wirkte nicht nur spontan, sondern war es auf überzeugende Weise.

Ach, es war schön. Am schönsten finde ich, dass Musikmachen weitergeht, dass man nicht im Tökiö Hötel Alter sein muss und das sie (manchmal zumindest) davon nicht schlechter wird.
Gut jetzt. Ich finde es ungeheuer schwer, über Dinge zu schreiben, die einen wirklich berühren.

Browne hat übrigens eine ziemlich gut bestückte Heimatseite, auf der es viel zu hören gibt. Sie sei dem geneigten Leser empfohlen.

Dienstag, 8. August 2006

Liebe Landwirte

Nun habt ihr es geschafft, nun bin auch ich für die Liberalisierung der Agrarmärkte. Geht ja auch nicht an, dass eine einzige Zuckerrübe mit 15 Euro subventioniert wird. Geht vor allen Dingen nicht an, dass ihr derartig viel Dünger auf Eure dämlichen Äcker werft, dass man nicht einmal im Traum daran denken sollte, seine Fenster zu öffnen. Es sei denn, man stirbt gerne an Nasen-Infarkt.

Also: get lost, geht Pleite mit all Euren dollen Landmaschinen. Euer Land übernehme ich. Als Fürst Gert zu Gellersen werde ich EU-subventionierter Brachbauer. Das war eh immer so eine meiner Vorstellungen eines absolut zufrieden stellenden Berufslebens.

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