Veranda

Montag, 4. September 2006

Next time I'm famous

Gestern machte ich auch mal Sport und ich knickte auch um und weiß nun auch wieder, was an Sport so ein wenig unpraktisch ist. Mein Fuß sieht nun aus wie ein Joggingschuh. Ungefähr genauso dick und unten an der Sohle einen Bluterguss, der so aussieht wie eines dieser lange berechneten Polster, von dem die Schuhverkäufer immerzu schwärmen.

Eigentlich hätte ich nun so richtig Zeit zum Bloggen.

Eigentlich habe ich aber auch eine neue Gitarre, eine kleine, feine Folk-Gitarre mit Willie-Nelson-Touch und deshalb habe ich leider gar keine Zeit zum Bloggen.

Donnerstag, 31. August 2006

Tough men don’t cry

Natürlich, natürlich, die moderne Frau erwartet so einiges vom modernen Mann: Verständnis, Mitgefühl, Aufmerksamkeit und all diese Dinge, die mit dem männlichen Wesen nicht immer wirklich kompatibel sind. Aber manchmal darf es auch ein wenig Mann sein.


via Männerblog

Sonntag, 20. August 2006

Dafür heute Gurkencontent

Heute räumte ich den Kühlschrank auf, denn ab und an muss das sein und all die Dinge, die ich vor längerer Zeit mit großem Appetit kaufte und dann nach dem Einräumen in den Kühlschrank vergaß, durften nun spielen gehen, denn sie entwickelten ein nicht kühlschrankkompatibles Aroma, na ja, mancher meiner Leser wird so was kennen.

Ich entdeckte neben einigem Grünzeug eine Gurke und ich erinnerte mich an den Kauf, denn sie war teuer, die „Biowertkost“-Gurke. In den Korb gelegt wurde sie von meinem schlechten Gewissen, denn ich schaffe es nie auf den Markt, so wie Don Alphonso zum Beispiel.

Bio-Gurke im dreistelligen Cent-Bereich. Da lag sie nun eingeschweißt in Plastikfolie (was ja auch nur bedingt Bio ist) und der Inhalt war nun der Tat derart naturnah, dass ich sie in die Tonne warf, wo sie nun sicherlich sehr Gutes tut. Doch kurz vor unserem Abschied las ich auf der Verpackung noch das Herkunftsland. Die Gurke hatte den weiten Weg aus Bulgarien nicht gescheut. Das ist aus alliterativen Gründen o.k., aber ansonsten wohl eher neben der Spur. Bio-Gurke aus Bulgarien. Und ich Hornochse kaufe so was auch noch.

Mittwoch, 16. August 2006

Nun muss mal langsam Geld in die Schatulle .... oder: Als ich mal Elvis und drei Freunde verkaufte

„Elvis Presley lebt! Aber wo?“ titelt heute meine kleinformatige Boulevardpostille. Er wohnt aus alliterativen Gründen in einem Reihenhaus in Rellingen, habe ich das nicht schon oft genug gesagt? Niemand vermutet ihn da, er nennt sich mittlerweile Horst Raminkowsky und ist Vorsitzender des Rellinger Teckelvereins. Ich bin ab und ab bei ihm, aber, wenn ich es mal so sagen darf, er ist nicht gerade ein Garant für lustige Abende.

Dennoch fühle ich mich ihm freundschaftlich verbunden und die Nachricht aus der Welt des Boulevards stellt mich vor ein Loyalitätsproblem. In der weiten Welt des Netzes werden nämlich 3 Millionen Dollar geboten für den lebenden Elvis und das ist bestimmt keine PR-Aktion und die hätte ich schon gerne.

Sollte ich Horst nicht überreden können, werde ich Herrn Nap, Haarbüschel und Boogie für die deutsche Fußballnationalmannschaft abstellen, hierfür gibt es nämlich neuerdings pro Spieler (und hiermit seid ihr alle beim FC Knappekulla, Jungs) die runde Summe von 45328 Euro.

Sonntag, 6. August 2006

Am Ende der Welt

Da, wo das Häuschen stand, in dem ich zwei Sommerwochen verbrachte, ist die Welt zu Ende. Ganz schön lange fährt man mit dem Auto durch eine Landschaft, die aussieht, wie ich mir Ohio vorstelle und dann holt man sich dem Schlüssel von Britta ab, die seit drei Jahren das gleiche T-Shirt aufträgt (und somit wiederum Ohio ist) und dann geht man in sein Holzhaus, in dem eigentlich immer bereits eine Maus wohnt.

Dann packt man große Taschen und steigt runter an den Strand und badet und spielt Fußball und macht ansonsten gar nichts. Ich mache so was nicht alleine, sondern mit den Kindern und mit anderen Eltern, die auch nicht wissen, was sie machen sollen im Urlaub, also sitzen wir da inmitten einer Bullerü-Kinder-Horde und schauen aufs Meer.

Und hinter dem Meer, da ist die Welt zu Ende, da kommt der Wasserfall, von dem die Wikinger immer so schwärmten und die ungeheuer großen Fähren, die aus dem Nachbarhafen aufbrechen, um in ein Land namens Norwegen zu fahren sind nichts als Teil der Illusion und ich genieße es sehr, dass es zwei Wochen im Jahr gibt, in denen es mir herzlich egal ist, ob es so was wie Norwegen eigentlich wirklich gibt.

Donnerstag, 6. Juli 2006

Gewalt gegen Eltern

Gestern, einen Tag nach der Pleite gegen Italien, war mein siebenjähriger Sohn dann doch sehr müde. Das ist ja immer so eine Sache mit übermüdeten Kindern, sie sind manchmal nicht so pflegeleicht. Irgendwann nahm ich ihn auf den Arm und trug ihn zum Bett und sagte ihm: „Du bist nun sehr müde, schlafe erst mal und dann sieht die Welt morgen ganz anders aus“. Er aber erwiderte: „Ich bin überhaupt nicht müde, ich bin sauer und du musst nun verstehen, dass ich Dich gleich verprügele“.

Freitag, 23. Juni 2006

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

Ach. Es tat schon weh, meine alte Hütte einfach so im digitalen Orkus verschwinden zu lassen. Ein Knopfdruck und weg isses alles.

Bei all dem Versteckspiel hier. Verlinken dürft ihr mich gerne. Müßt mich auch nicht mit Euer Merkwürden anreden. Und mir mein etwas schizophrenes Auftreten im Netz einfach nachsehen. Die Grenzen dieser Camouflage sind mir durchaus bewusst, der Webrocker hat das ja recht schön beschrieben .

Und weiter geht’s. Zu dem Namen gebenden Knappekulla werde ich noch eine kleine Anekdote erzählen, wenn es so weit ist. Es geht dabei nicht um den Knappen Kulla, dieses nicht weiter sinnvolle Wortspiel kam mir erst später in den Sinn. Sondern um eine kleine Siedlung in Schweden, in der Nähe von Valdemarsvik. Und da meine Hütte zwar im Wald, aber eben zu dicht an der Datenautobahn stand, dachte ich mir: Die Idee war schon ganz gut, aber weiter weg soll es sein. Nicht ganz unschuldig war übrigens Haarbüschel mit seiner Inselentscheidung. Und Knappekulla ist schon weit weg. Hier liegt es und später gibt es mehr dazu.

Donnerstag, 22. Juni 2006

Hände weg von meiner Paranoia

Ein akuter Anfall von Angsthasenhaftigkeit befiel mich heute Vormittag. Naja, eigentlich schlage ich mich schon ein Paar Tage mit Zitterneurosen rum. Das Ganze begann folgendermaßen:

In einem Bewerbungsgespräch fiel mir auf, dass ein Bewerber, ein ausgesprochen netter junger Mann, auf eine meiner Lieblingsfragen, die vom elenden Arbeitsalltag und diesem ganzen stereotypen Bewerbungsgequatsche ablenken soll, also auf die Frage nach seiner Lieblingslektüre, zunächst mit Haruki Murakami kam und dann auch noch Richard Ford anführte. Klasse, dachte ich, das passt ja ganz hervorragend. Wenig später merkte ich, dass er wusste, dass ich eine Band habe.

So ne dolle Sache ist Google ja nicht und es ist in dem meinen Beruf sogar ganz gut, wenn man damit umgehen kann, insofern gefällt mir der junge Mann noch immer. Auch wenn er bei seinen Lieblingsautoren etwas schummelte und einfach die nannte, die ich auf meiner alten Seite erwähnte.

Dieser ganze Paranoia-Quatsch, den man häufiger im Netz findet, ist meins eigentlich nicht. Aber irgendwie fühlte ich mich schlagartig nackt in meiner alten Bloghütte. Wenn nun der oder der das oder dies liest, ja um Himmels Willen. Um es etwas deutlicher zu sagen: was ist, wenn der nette Mann in der Personalabteilung nun meine Abhandlungen über etwas gebremsten Arbeitseifer studiert? Oder, etwas unpassender noch, derjenige Mitarbeiter, dem ich eben noch in den Hintern trat, während ich ihn freundlich motivierend um etwas mehr Engagement bat? Muss jeder Kollege wissen, dass Dallas meine liebste Fernsehserie ist?

Ich könnte natürlich auch gepflegt meine Klappe halten. Das aber gelang mir noch nie so gut, da will ich nun auch gar nicht erst mit anfangen.

Also folgt die gnadenlose Flucht in die komplette Anonymität. In das zwölfstöckige Hochhaus ohne Namen an den Klingelschildern. Steht mir der Trenchcoat?

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