Freitag, 3. November 2006

Kiffen mit Willie Nelson

„Zusammen mit Teitur habe ich einen Abend mit Willie Nelson verbracht. Wir waren mächtig high.“ Er würde so was nicht häufig machen, sagt Glen Phillips, aber „im Tourbus von Willie Nelson hat man da keine große Wahl“. Glen Phillips? Der war die eigentliche Überraschung beim Hamburger Teitur-Konzert gestern Abend. Persönlich auf die Bühne gebracht und der Menge vorgestellt, aber diese brüderliche Sorge Teiturs um seinen US-Freund war gänzlich unbegründet.

Teitur, dieser Wunderkünstler, der färingische Papageientaucherpoet, den ich schon mal gesehen habe und nun wieder und wieder bin ich komplett begeistert raus gegangen aus dem Konzert. Teitur hat eine wundervolle Aura auf der Bühne. Er wirkt in gewissen Zügen wahnsinnig, hat einen leichten Hau, wenn man ihn so beobachtet, wie er leicht gebeugt vor dem Mirko sitzt, dieses mit beiden Augen fokussierend, was unumgänginglich zum Schielen führt. Dann beginnt er, ab und an mit hoher Stimme Begleittöne zu singen, etwas entfernt vom Mirko und der übel gesinnte wird sich denken, der Kerl hat ja ein Rad ab, aber natürlich gibt es keine übel gestimmten Menschen beim Teitur-Konzert, sondern nur Fans und die haben Recht, wenn sie wie ich denken, dass Teitur authentisch wirkt, ziemlich beschäftigt mit seiner –jawoll, die Herren- Kunst.

Dolle Texte. Diesmal spielte er fast nur Material aus seinen beiden letzten Alben, wobei mir das vorletzte „Poetry and Aeroplanes“ besser gefällt als das neue “Stay Under The Stars”. Die neuen Songs aber sind sehr viel rhytmischer und funktionieren live besser. „Carussel“ ein Lied über einen Karussellbetreiber („I am a mystery man, I live in a caravan and I love everybody“) wumste so richtig fein und wurde von “Hitchhiker” nochmal locker überboten. Mit „Boy you can sing“ und „Louis, Louis“ (hier gibt es das Video bei myspace) hat Teitur nun zwei Live-Hits, die vom überraschenderweise sehr jungen Publikum eifrig mitgesungen wurden. Dolles Konzert.

Aber nun hätte ich beinahe Glen Phillips vergessen. Der ist der Sänger der US-Band Toad the Wet Sprocket, von denen ich eine Platte habe auf der ich ein Lied unwiderstehlich finde, dessen Name mir aber entfallen ist. Glen ist auf einer Welttournee der anderen Art. Er hat seine Familie eingepackt und nimmt sich ein Jahr Zeit um die Welt zu reisen. Das ganze begleitet er übrigens mit einem Blog . Zwischendurch verdient er sich was mit Auftritten, bei Teitur hatte er sich zum Bespiel ganz kurzfrsitig eingeklinkt. Er spielt die ganze Deutschland Tour mit und es lohnt sich da hin zu gehen. Glen Phillips alleine ist einen Besuch wert. Und dann kommt ja auch noch Teitur.

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